„Es war doch nur Regen!?“ – Persönliches Protokoll einer Katastrophe

[Fast] ohne Vorwarnung kam die Flut über das Ahrtal. In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 brauch eine Katastrophe über die beschauliche Weinregion herein. Zurück bleiben Schlamm, unfassbares Leid und viele Jahre harter Arbeit, die den Bewohnern nun bevorstehen. Als der Wasserstand endlich fällt, beginnt Andy Neumann, der in Bad Neuenahr-Ahrweiler rund …

Chronik eines Staatsversagens: „Wir nehmen die Lage ernst, auch wenn kein Extremhochwasser droht“

„Am 14. Juli 2021 riss eine Sturzflut im Ahrtal alles mit, was im Weg stand – darunter 136 Menschen. Zurück blieben Trümmer und ruinierte Existenzen. Hochwasserschutz, Katastrophenalarm und Warn-Apps versagten ebenso wie die Politik, denn die Menschen im Ahrtal sagten am Tag nach der Flut alle eins: Gewarnt wurden wir nicht.“ Ministerpräsidentin Malu Dreyer betonte …

„Die anwesenden Personen haben alles gegeben – das Führungssystem ließ nur nicht mehr zu.“

„Die anwesenden Personen haben alles gegeben – das Führungssystem ließ nur nicht mehr zu.“ Dominic Gießler, Sachverständiger …zu dieser Einschätzung kommt ein ein katastrophenschutztechnisches Gutachten zur Einsatzführung bei der Flutkatastrophe im Landkreis Ahrweiler – beauftragt von der Staatsanwaltschaft Koblenz. Zusammengefasst kommt der Gutachter zu dem Ergebnis, dass der Katastrophenschutz im Landkreis Ahrweiler zum Zeitpunkt der …

Das größte Warnsirenensystem der Welt bleibt still…

Mit mindestens 110 Toten waren die verheerenden Feuer auf Maui die wohl tödlichsten Waldbrände in den USA. Und wahrscheinlich hat die Krisenkommunikation einen großen Anteil daran. CBS News hat sich mit der Risiko- und Krisenkommunikation und der Warnung der Bevölkerung beschäftigt. Und ich sehe hier viele Parallelen zur Hochwasserkatastrophe im Ahrtal. Im Gegensatz zum Ahrtal verfügt Hawaii jedoch über ein gut ausgebautes …

„Das Einsatzgeschehen hat sich aufgrund des Klimawandels bei uns kolossal verändert“

Der Klimawandel beschäftigt auch die Feuerwehren und Hilfsorganisationen zunehmend. Die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sowie heftige Unwetter bis hin zu Tornados sorgen für immense Schäden und langwierige Einsätze. Aber auch das andere Extrem trifft die Gefahrenabwehr: Die Hitze sorgt vielerorts nicht nur für Wasserknappheit, sondern auch für eine starke Zunahme von Vegetationsbränden. „Die Situation bei der Wald- …

„Nichts verstanden, nichts dazugelernt“

Am 22. Juli 2021 stand ich selbst in der 1000-Seelen-Gemeinde Mayschoss im Ahrtal. Erschüttert und fassungslos über das Ausmaß der Zerstörung. Ein Anwohner berichtete: „Das Wasser stand fast bis zum zweiten Stock – fünf Treppenstufen fehlten“. Andere Häuser, Brücken, Straßen und Bahngleise wurden von den gewaltigen Wassermassen mitgerissen – und hinterließen viel Schutt, Schlamm und …

Nationale Sicherheitsstrategie fasst innere und äußere Sicherheit zusammen

Deutschland hat erstmals eine Nationale Sicherheitsstrategie. Darin führt die Bundesregierung aus, wie sie auf äußere und innere Gefahren reagieren will. „Die „größte Bedrohung“ sei auf absehbare Zeit Russland“, so die Tagesschau. Leon Eckert, MdB (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), sagt dazu: ▶ Das Strategiepapier fasst erstmals die innere und äußere Sicherheit zusammen. Der Sicherheitsbegriff wird also deutlich …

„Bislang hat sich Deutschland nicht auf die Klimakrise vorbereitet“

„Bislang hat sich Deutschland nicht auf die Klimakrise vorbereitet“, lautet das ernüchternde Fazit von Susanne Götze und Annika Joeres in ihrem Buch „Klima außer Kontrolle“ (Piper). „Es gibt bisher vor allem viele Pläne zur Klimaanpassung und wenige Verpflichtungen, viele kluge Worte, aber wenig Umsetzung.“ Dabei spüren nicht nur wir Bevölkerungsschützer die Auswirkungen der Klimakrise schon heute: …

Drei Typen von Fehlern im Krisenmanagement

Krisenforscher Frank Roselieb beobachtet immer wieder drei Typen von Fehlern im Krisenmanagement: Erstens: im operativen Bereich Entscheidungsschwäche. Weil weitreichende Krisenentscheidungen auf Basis einer oft dünnen Informationsbasis getroffen werden müssen, entscheiden Führungskräfte häufig gar nicht oder viel zu spät. Frank Roselieb, Augsburger Allgemeine Zweitens: im kommunikativen Bereich ein gefährliches Informationsvakuum. Krisenzeiten fordern den Menschen oft beträchtliche Einschränkungen ab. Sie …